Interview mit Monika Rebbert

Was verbinden Sie persönlich mit der Krankheit Krebs?
Ich verbinde damit zunächst ein ungutes Gefühl. Die Diagnose löst Angst und Unsicherheit aus. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich denke dabei an den Moment zurück, als bei meinem Mann Krebs diagnostiziert wurde. Das Wort „Krebs“ macht mich betroffen, da man zunächst nicht weiß, wohin der Weg mit der Krankheit führt. Aus Erfahrung weiß ich inzwischen aber auch, dass es sich lohnt, gegen die Krankheit zu kämpfen, da Krebs, wenn er frühzeitig erkannt wird, geheilt werden kann.

Warum engagieren Sie sich für die Deutsche Krebshilfe?
…  weil mir die Therapieerfolge der letzten fast 40 Jahre imponieren. Obwohl die Zahl der an Krebs erkrankten Menschen ständig steigt, muss Krebs nicht zwangsläufig ein Todesurteil bedeuten. Dazu ist es wichtig, die Forschung weiter voranzutreiben, damit die Therapien spezieller, individueller und schonender werden.

Wichtig ist für mich, dass die Prävention bei der Deutschen Krebshilfe einen hohen Stellenwert hat, aber auch, dass der Betroffene und seine Angehörigen in jeder Phase der Erkrankung kompetente Hilfe bekommen kann.

Von Bedeutung ist für mich ebenso, dass der Betroffene ganzheitlich betrachtet wird, ohne auf die Krankheit Krebs reduziert zu werden.

Warum sollten sich mehr Menschen für den Kampf gegen Krebs engagieren?
… weil nicht immer nur „die Anderen“ betroffen sein können. Jeder kann früher oder später selber erkranken oder es kann eine mir nahestehende Person die Diagnose „Krebs“ erhalten. Seit mehr als 10 Jahren engagieren mein Mann und ich uns für die Deutsche Krebshilfe und in der Zeit sind einige Menschen in unserem Umfeld an Krebs erkrankt. Die Fortschritte in der Krebsmedizin kommen allen zu Gute.

Im Jahr 2014 besteht die Deutsche Krebshilfe seit 40 Jahren. Was sind für Sie die wichtigsten Aspekte, die Sie mit der Deutschen Krebshilfe verbinden?
… dass die bundesweite Arbeit der Deutschen Krebshilfe unter dem Motto „Helfen.“ „Forschen.“ „Informieren.“ ein breites Spektrum an Fördermaßnahmen zur Krebsbekämpfung umfasst. Ich verbinde mit der Deutschen Krebshilfe ebenso, dass die Behandlung und Versorgung der Betroffenen in Deutschland auf hohem Niveau erfolgt. Es ist der Initiative von Dr. Mildred Scheel zu verdanken, dass das Thema Krebs heute kein Tabu mehr ist und dass die Patienten offen über ihre Erkrankung sprechen können.

Was wünschen Sie der Deutschen Krebshilfe für die Zukunft?
Nur gemeinsam können wir etwas bewegen. Daher wünsche ich der Deutschen Krebshilfe auch in Zukunft viele engagierte Menschen, durch deren tatkräftige Unterstützung Projekte erst verwirklicht werden können.

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz/diese Aufforderung: „Setzen Sie sich mit aller Kraft gemeinsam mit mir gegen Krebs ein, weil…“.
… nur wir gemeinsam Großes erreichen können, damit Krebs irgendwann seinen Schrecken verliert und noch mehr Menschen geheilt werden können. Es lohnt sich um jeden einzelnen zu kämpfen.

Hier können Sie das Interview als PDF herunterladen.

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